Freitag, 8. Januar 2016

Tango,carne y té de mate



Rosario

Rosario -Brücke

Té de mate

Monument historial nacional a la bandera-Rosario


Boca B.A.


Tango Crew



Omnibus de cama




Buenos noches buenos,

ein paar Tage mit weiteren Erlebnissen sind vergangen. Rückblickend hatten wir schöne Momente und interessante Begegnungen in B.A und in der 4 Stunden entfernten Studentenstadt Rosario.

El tango- den Volkstanz der Argentinier, der Mitte des 19. Jahrhunderts in den Hafenvierteln entstanden ist, wollten wir hautnah erleben. Daher entschieden wir uns für das volle Touriprogramm, nämlich eine kombinierte Tour,die einen Einführungskurs und anschließendes Essen mit Show versprach. Schon bei der Abholung lernten wir eine Gruppe von Brasilianern/innen,eine Schweizerin und unseren Fahrer Luis kennen.Kaum in den Kleinbus eingestiegen,fühlte es sich aufgrund der temperamentvollen Brasilianerinnen wie inmitten einer Party an :)

Unser Anfängerkurs beinhaltete ein paar wenige Schritte. Sehr imponiert hat uns die anschließende Show,weniger allerdings das Essen.Wahnsinn, diese Tänzer! Da müssen wir noch ein bisschen üben ;) 
Danach zog es uns mit der verrückten Truppe noch in eine Bar, inklusive Luis,unserem Fahrer.Bei ein paar Cervezas hatten wir dort noch ein paar nette Stunden.

Na, an was denkt ihr noch,wenn ihr an Argentinien denkt?! Genau, Fleisch oder wie man hier sagt "carne";) Dieses kulinarische Geschmackserlebnis wollten wir ebensowenig missen.Daher verließen wir uns auf die Empfehlung bei TripAdvisor und wählten das Don Ernesto in unserem Viertel San Telmo aus. Wir wurde herzlichst begrüßt und aßen auf Empfehlung Lomo (Kalbssteak) und bife de chorizo (was dem deutschen Rumpsteak entspricht).Muy rico oder auf deutsch "einfach köstlich" .
Wissen muss man,dass hier fast jedes Körperteil der Tiere gegessen wird. Fraglich ist,ob man das will ;p (s. Foto).

Boca war ein weiteres Viertel,was wir besuchten. Hierbei handelt es sich um ein Arbeiterviertel an der Mündung des Rio Riachuelo.Typisch für dieses Viertel sind die kunterbunten Häuser aus Wellblech. Außerdem befindet sich hier das Fußballstadion. Wie ihr wisst,sind die Argentinier völlig fußballfanatisch. Dies bestätigt die Aussage eines Argentiniers : "Man kann das Auto wechseln,ebenso kann man die Frau wechseln,allerdings sollte man nie das Fußballteamwechseln."


An dieser Stelle muss ich betonen,dass die Argentinier wirklich nette und hilfsbereite Leute sind. Da wir nach Boca und wieder zurück mit dem Bus fuhren,aber wir nicht wussten,dass wir dafür eine bestimmte Karte zum Aufladen brauchten,bekamen  wir beide Fahrten von Passanten bezahlt (waren zwar nur 0.25€,aber trotzdem sehr aufmerksam).

Ein weiteres Highlight in B.A. war der Besuch des Marktes in San Telmo am Sonntag, wo man von vielerlei Kunsthandwerk,verschiedenste Speisen und unnützen Dingen allerlei finden konnte.

Unsere erste Buserfahrung machten wir auf unserer semi cama (Halbbett) Fahrt nach Rosario. Wirklich bequem wars.
In der drittgrößten Stadt Argentiniens (wusstet ihr dass Che Guevara hier geboren ist?) hatten wir ein kleines schönes Hostel, eingerichtet im Industrial Design, wo wir aufgrund der Leute dort einige Zeit verbrachten.Hier haben wir nichts spektakuläres erlebt,sondern die Stadt und ihre Strände,Häfen, Parks und mal wieder ein Fußballstadion  zu Fuß erkundet. Zum Leben sicher ein schönes Städtchen.

Da es bei dem vielen Fastfoodangebot leider schwierig möglich war,halbwegs gesundes und nicht so teures Essen zu finden und wir uns im Hostel sowieso sehr wohlfühlten,bevorzugten wir die Variante selbst zu kochen,was sich als sehr effektiv zum Kontakteknüpfen mit den Leuten im Hostel herausstellte. Wir lernten u.a. eine total verrückte Brasilianerin namens Consuelo kennen,die mit ihrem Temperament das ganze Hostel unterhielt und für uns Samba tanzte :)
Durch Gespräche mit Celes (einer Argentinierin) und Rolf (einem Schweizer,der ein Auslandssemester in B.A. gemacht hat) haben wir einiges über Argentiniens Land,Leute,Wirtschaft und Politik erfahren.
Interessant zu wissen ist,dass Anfang Dezember die Regierung  gewechselt hat (links zu rechts-liberal) und dies mit sich zog,dass die Fixierung des Pesos aufgehoben wurde und sich wirtschaftlich einiges ändern soll.

Sonst nahmen wir an einem Asado (so nennt man hier gegrilltes Essen) im Hostel teil,wo wir allerdings verhungert wären,hätten wir davor nicht gespeist,da es erst um 23 Uhr Essen gab. (Hier nichts unübliches). Des Weiteren kamen wir hier in den Genuss Mate Tee zu probieren. Dieses Getränk (auch als tè de amistad= Tee der Freundschaft) bekannt,trinkt hier jedermann und man sieht überall auf der Straße die dafür speziellen Teebehälter (.s. Foto). Ich muss sagen,uns hat dieser beim ersten Mal aufgrund des sehr rauchigen Geschmacks nicht sonderlich gut geschmeckt,aber anscheinend gibt es noch viele andere Sorten davon.Wir werden weiter probieren;)

Was ebenfalls für uns Deutsche sehr ungewöhnlich ist: Hier befindet sich bereits im Kaffeepulver Zucker (weil Zucker hier sehr günstig ist).

Wenn man vor Argentinien kein "dulche de leche" kannte,lernt man dies hier sehr schnell kennen. Es handelt sich um eine sehr süße Karamellcreme,die in sämtlichen Speisen enthalten ist (Eis,Gebäckstücke,Kekse,Brotaufstrich). Je nach Ausführung weniger bis mehr genießbar.

Unser letzter Tag in Rosario stellte uns vor eine nicht ganz so leichte Aufgabe,nämlich Geld abheben. In Deutschland ist man gewohnt,dass das immer und überall unkompliziert an Bankautomaten möglich ist, hier ist das nicht so. Man sieht hier vor einigen Banken Schlangen von Menschen,gerade Anfang des Monats. Wir wissen nun warum.Jeder hat Angst kein Geld mehr von den Automaten zu bekommen,weil es öfter mal ausgeht. Nachdem wir in der 5.Bank waren,dachten wir tatsächlich mit unserer Karte stimmt irgendwas nicht.Bei der 6. kamen wir dann endlich zu Geld.Die anderen Automaten waren anscheinend alle leer. Puh,grad noch so geklappt:)

Unser Abschied im Hostel war tatsächlich sehr emotional und wir erhielten von Celes und Consuelo sogar "regalos de amistad" (Freundschaftsgeschenke). Eine kleine Flasche Fernet branca (diesen Kräuterschnaps trinkt man hier mit Cola) und eine kleine Teetasse. Wir waren echt gerührt.

Am Abend folgte dann die 18 stündige Fahrt,dieses mal mit einem Bus de Cama (Bett) nach Puerto Iguazu zu den Wasserfällen. Hört sich wirklich schlimmer an als es war. Der Bus war tatsächlich sehr bequem zum Schlafen. Wir wurden lediglich von 3 Polizeikontrollen unterbrochen,die meinten einmal durch den Bus marschieren zu müssen. Wer weiß,wen die gesucht haben. Uns glücklicherweise nicht ;p Wir sind gut angekommen und freuen uns nun auf die Wasserfälle Iguazu - zuerst von argentinischer Seite, dann von brasilianischer.

In diesem Sinne sagen wir heute adios und hasta pronto (Finger sind wundgeschrieben;p)

Muchos saludos
Kristin und Marcel

PS:sorry,die Bilder sind nicht geordnet

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