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| Salar de Uyuni Tour |
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| Titikakasee/ Copacabana |
Buenas tardes buenos,
einige Zeit ist seit dem letzten Eintrag vergangen. Wir haben viel zu berichten.
Es ging nun wieder nach Chile,in das 4300 km gestreckte Land,aber dieses Mal nach Zentral- und Nordchile. Folgende Stationen hatten wir hier:
Santiago - Valparaiso - La Serena - San Pedro de Atacama
Ziele in Bolivien waren Salar de Uyuni - La Paz - Titikakasee.
Santiago
Nicht viel Zeit hatten wir im heißen Santiago eingeplant,lediglich 2 Tage. Diese nutzten wir um den bekannten Plaza de Armas, den alten Bahnhof "Estacion Mapocho", den Präsidentenpalast "Palacio de la Moneda", den Naherholungspark "Cerro Santa Lucia" zu erkunden und letztendlich Chiles Hauptstadt mit Andenkulisse vom Gipfel des Cerro San Cristóbal zu begutachten. Außerdem nutzten wir die Gelegenheit und trafen uns mit Carlos & Friends (ihn hatten wir im Torres del Paine kennengelernt (könnt ihr euch erinnern, der Optimist,der immer dachte,wir finden noch den richtigen Weg:) ) zum Dinner in einem typisch chilenischen Restaurant im Viertel Bellavista getroffen. Lustig war, dass wir auf der Straße spontan noch eine andere Reisebekanntschaft trafen,der uns ebenfalls begleitete. Somit verbrachten wir einen witzigen Abend in geselliger Runde.
Bei Ankunft am Bahnhof in Santiago hatten wir erst einen etwas komischen und eher unsicheren Eindruck von der Stadt,nach und nach hat sich die Stadt aber als recht sympathisch entpuppt.
Valparaiso
"Valparaiso, wie absurd du bist...Du hast dich nie gekämmt,hattest nie Zeit zum Anziehen,bist immer vom Leben überrascht worden", so beschrieb der bekannte Dichter und später auch Politiker Pablo Neruda die Stadt. Unserer Meinung eine äußerst zutreffende Beschreibung dieses chaotischen,kunterbunten Hafenstädtchens. Valpo besteht aus einigen Hügeln mit vielen verwinkelten Gässchen, in die man über Treppen und Seilbahnen gelangt. Die viele Streetart macht das maritime Städtchen äußerst interessant,vor allem an Stellen,wo man es gar nicht erwartet. Seit 2003 ist sie UNESCO Weltkulturerbe.
Neben einer Stadtführung sind wir durch die Gassen geschlendert mit Päuschen in den kleinen gemütlichen Cafés und haben das Haus des Künstlers Pablo Neruda besichtigt. Ein Häuschen mit viel Charakter und individueller Einrichtung mit viel Liebe zum Detail. Aber das beste dieses Eigenheims ist der Blick über die ganze Stadt inkl. Hafen,sogar direkt aus dem Bett,hätten wir auch gerne:)
La Serena
Weiter führte unsere Route uns ins ruhige La Serena um das spanische Pärchen Fernando und Isabell (hatten wir in Argentinien kennenglernt) und Saga (Hund) zu besuchen. Hier wohnten wir eine Woche und hatten wirklich eine coole,sehr entspannte Zeit,sozusagen Urlaub vom Urlaub ;) Leider musste Isabell spontan nach Spanien fliegen,weil ihr Papa eine Herz-OP hatte. So hatten wir eine WG mit Fernando. Wir genossen spanische Köstlichkeiten und Essgewohnheiten (Abendessen gab's frühstens um 22 Uhr), genossen die Zeit,den Spaß und das Kuscheln mit Saga, ließen uns nette Fleckchen in der Umgebung zeigen, hatten gute Gespräche und relaxten. Das Wochenende nutzten wir um zusammen mit einem befreundeten Pärchen von Fernando einen Trip zur Ruta de las Estrellas (Sternenroute) zu machen. Saga,auch Mrs. Shameless genannt, war natürlich auch dabei und sie freute sich stets es sich auf der Rückbank auf 3 Leuten gleichzeitig gemütlich zu machen. Wir besuchte einige kleine Örtchen mit Handwerkskunst und fuhren durch die Pisco- Weinberge.Höhepunkt des Trips war eine Tour in ein Observatorium um mehr über den wunderschönen,klaren Sternenhimmel zu erfahren. Ein Teleskop ermöglichte wahnsinnige Aussichten. Man sagt, hier sehe man einen der klarsten Sternenhimmel weltweit. Der Abend hätte wirklich super sein können, wenn mein Magen nicht gegen das am Mittag gegessenen Chicken rebelliert hätte. Es wollte einfach raus,egal wie. Unangenehm, aber auch diese Erfahrung gehört zu Südamerika dazu.Mindestens einmal trifft es wohl jeden hier. Ich hoffe,es bleibt dabei.
Wir hatten wirklich schöne Tage in La Serena und haben uns wie zu Hause gefühlt. Danke Isabell, Fernando und Saga. Es war toll bei euch! Isas Papa wünschen wir gute Genesung.
San Pedro de Atacama
Weiter ging es mit dem Nachtbus gen Norden zur trockensten Wüste weltweit,der Atacama - Wüste. In einem kleinen Wüstenörtchen, San Pedro (2438m), was fast nur aus Travel Agencies besteht, blieben wir für ein paar Tage und nutzten dies als Ausgangspunkt für einige Touren. Obwohl es super touristisch war,fühlten wir uns in dem kleinen verschlafenen Örtchen sehr wohl.
Auf Tipps hin bereiteten wir uns auf die Höhe in den nächsten Tagen vor,denn wir hatten schon viel von der Höhenkrankheit gehört und für uns war es das erste Mal in diesen Höhenlagen. Wir tranken viel, viel Wasser mit Zitrone, aßen kein rotes Fleisch und keine schweren Mahlzeiten mehr und tranken hin und wieder Koka-Tee. Diese Höhe ist wirklich nicht ohne.
In der Nacht erlebten wir zum 1.Mal ein kleines Erdbeben mit der Stärke von 4.6,hier etwas ganz normales,für uns außergewöhnlich die Erde "wackelnd" zu erleben.
Am nächsten Tag begann unser Tag um 5.00 Uhr und es ging zum Einstieg auf 4300m zu den Tatio-Geysiren,ein riesiges Feld voller heißer Quellen,die nachts gefrieren und deren dünnes Oberflächeneis mit aufgehender Sonne langsam bricht. Es war eisig,aber die Erde hat gebrodelt und gedampft, zum Teil haben wir richtige Fontänen gesehen,WOW! Um 8.00 sind uns noch die Finger beim Frühstücken abgefroren und um 9.00 haben wir schon ein Bad in 35 Grad warmen Thermalquellen genommen,verrückt! Der Rückweg führte uns zu einer Lagune und einem minikleinen Dörfchen,wo wir Lamafleisch kosten konnten.
Mit den 4300m war es nicht genug, am nächsten Tag ging es auf eine Höhe von 5600m auf den Laskar-Vulkan. Der Aufstieg begann bei 4500m. Im Schildkrötentempo,schön gleichmäßig,ging es bergauf.Schneller war auch nicht möglich. Wir waren aus der Puste wie 80jährige,ringend nach Luft. Auf dem Krater angekommen, waren wir fasziniert vom Blick in den Vulkan. Lava gab es zwar keine mehr zu sehen,aber dafür jede Menge Schwefelrauch. Der Wind war eisig kalt. Der Abstieg ging recht schnell,wahrscheinlich zu schnell,denn unser Körper war überfordert mit dem schnellen Höhenunterschied und wir wurden mit dosenden Kopfschmerzen bestraft,die wir am Nachmittag auskurieren. Aber eine super Tour!
Salar de Uyuni
Am 4. Tag startete unsere 3-tägige Wüstentour in die Salar de Uyuni, auf die wir schon lang hingefiebert hatten. Definitiv eins unserer Reise Highlights! Mit einer buntgemischten 6er-Gruppe und unserem sensiblen Guide Silvio ging es im Jeep 3 Tage durch die Wüste von Bolivien. Prophylaktisch kauten wir auf Kokablättern rum, um die Höhensymptome zu unterdrücken. Die erste Nacht schliefen wir auf 4800m, was unser Körper als sehr ungewöhnlich empfand und nicht wirklich zu einem guten Schläfchen beitrug. Wir spürten in dieser Nacht diverse Symptome der Höhe (Celly war halb wach und dachte von jemand ins Kissen gedrückt zu werden,ich hatte Herzrasen) Wer weiß,vielleicht war es auch die Aufregung vor unserem 8. Jahrestag am nächsten Tag ;p Wieder um eine Erfahrung reicher startete unsere Gruppe am nächsten Morgen ziemlich müds in den Tag. Die ersten beiden Tage sahen wir atemberaubende Wüsten-Bergpanoramen, Vulkanlandschaften, unterschiedliche Lagunen in sämtlichen Farben, Flamingos,Lamas,Vicuñas, Alpacas,Füchse, dampfende Geysiere und skurrile Felsformationen,wie z.B. den Arbol de Piedras (Steinbaum).
Nach einer wesentlich besseren 2. Nacht im Salzhostel auf lediglich 3300m starteten wir den 3. Tag mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang auf dem riesigen ausgetrockneten Salzsee. Aufgrund von vorigem Regen waren Stellen wasserbedeckt und führten somit zur Spiegelung,sodass Erde und Himmel verschmolzen und der Horizont verschwand. Was für Bilder!
Inmitten des Salzsees herrschte Trockenheit. Die flache Fläche und der weiße Boden stellten perfekte Bedingungen für unterschiedlichste Perspektivfotos dar.
Anschließend besuchten wir noch den "cementario de trenes" (Eisenbahnfriedhof),der wie ein Spielplatz für Erwachsene war und abschließend gab es Mittagessen zu Hause bei unserem Guide, wo wir zum 1.Mal sahen,wie viele Familien hier wohnen,nämlich alle in einem Zimmer: Schlafzimmer,Küche und Wohnzimmer sind hier eins. Kaum vorstellbar für uns.
Es waren wirklich faszinierende 3 Tage für uns,die wir nicht vergessen werden.
Angekommen in Uyuni,was ein ziemlich hässlicher und dreckiger Ort ist,versuchten wir hier schnellstmöglich nach La Paz zu kommen.Glücklicherweise bekamen wir noch einen Flieger. Spontan begleitete uns der liebeskranke Pearce,der über La Paz auf Umwegen zurück zu seiner neuen Liebe wollte.
La Paz
In La Paz hatten wir das Glück bei einer ehemaligen Lehrerkollegin von Enti namens Sabine wohnen zu können. Sie, Martin und die 4 Hunde- und 4 Katzenfamilienmitglieder empfingen uns sehr herzlich. Sabine ist eine sehr herzliche,hilfsbereite und liebenswerte Person,die es sich zur Aufgabe gemacht hat,sämtlichen Menschen und Tieren in ihrer Umgebung zu helfen,wahrlich eine Mama Theresa.Beeindruckend,wir haben großen Respekt und unser Sinn für soziale Verantwortung wurde zum Nachdenken angeregt. Wir hatten eine lustige Zeit miteinander, haben zum Teil die Hunde Gassi geführt und durften Sabine auf ein Pianokonzert eines ehemaligen Schülers in der deutschen Schule begleiten. In die Stadt haben wir nur einen kurzen Einblick bekommen können, eine verrückte Stadt mit wahnsinnig chaotischem Verkehr mitten in den Bergen.Mit der Seilbahn, die durch die ganze Stadt führt, haben wir uns einen Überblick von oben verschafft.
Außerdem haben wir eine Tour in die Jungas auf 4700m gemacht und sind dort von La Cumbre (Gipfel) bis Coroico mit den Fahrrädern die "Ruta de la muerte" (Todesstraße) hinuntergefahren. Todesstraße deshalb,weil es an einigen Stellen ohne Absicherung einige Hundert Meter steil hinuntergeht und die Straße ist nicht wirklich breit. Wenn man sich vorstellt,dass hier 2 Autos aneinander vorbeifahren,ist das leicht beunruhigend. Hier geht es um Millimeter-Arbeit. Seit 2007 existiert eine Ersatzstraße,seitdem wird die alte Straße fast nur noch von Radfahrern,Touristenbussen und Materialwagen genutzt. Wir hatten einen Adventure Day mit jeder Menge Spaß. Wir sind durch 4 Klimazonen gefahren und dementsprechend hat sich auch die Landschaft verändert. Echt schön! 64 km später waren wir in einer kleinen Oase, in einem Häuschen mit Pool, angekommen und konnten uns hier erfrischen und mit einem Almuerzo (Mittagessen) stärken. Anschließend hatten wir eine 3 stündige Fahrt durch die Berge mit dem Auto zurück nach La Paz vor uns. Als Mitfahrer darf man hier keine schwachen Nerven haben,denn hier wird liebendgern in Kurven überholt. Um auf sich aufmerksam zu machen,wird einfach ein paar Mal gehupt, das muss reichen.Andere Länder,andere Sitten!
Nach einem abschließenden Mittagessen am letzten Tag mit Sabine,ihrer 12jährigen Tochter Eva und der liebenswerten Empleada (Hausangestellten) Gloria hieß es leider schon wieder Abschied nehmen. Vielen Dank für alles!
An dieser Stelle müssen wir noch erwähnen,dass die Bolivianer echt wissen,wie man Suppen zubeteitet. In der kurzen Zeit in Bolivien haben wir wirklich viele Suppen gegessen und die haben immer köstlich geschmeckt.
Titikakasee/Copacabana
Weiter führte uns unsere Reise mit dem Bus nach Copacabana,ein kleines Pilgerörtchen, an den Titikakasee auf 3808m in das niedliche Hostel "La Cupula",deren Eigentümer eine Deutscher namens Martin ist,der das Hostel sehr individuell mit viel Liebe erbaut hat und ein Herzensguter ist,der uns immer für Tipps zur Seite stand. Im Garten konnten wir hier mit den Lamas,den Hunden und den Schweinchen mit Blick auf den See in der Hängematte relaxen. Zu Celly hatte das Lama eine besondere Bindung und liebkoste ihn mit den Zähnen. Celly war natürlich total relaxt wie ihr euch vorstellen könnt ;p Hier haben wir Maren,eine deutsche Reisende aus Göttingen,wiedergetroffen,die wir vor einigen Wochen in Argentinien kennengelernt hatten. Die Spielekinder Celly und Maren konnten sich am Nachmittag bei einem Jetski-Ride austoben und am Abend wurde das Wiedersehen beim leckeren Essen in Martins Restaurant zelebriert. Der Trucha-Fisch (Regenbogenfisch aus dem Titikakasee,schmeckt ähnlich wie Lachs) war köstlich.
Die Isla del Sol besuchten wir am nächsten Tag. Eine bezaubernde Insel auf 3800m,die sehr bergig ist,aus kleinen Dörfchen und Ruinen besteht,auf der es keine Autos gibt,die wunderschöne Ausblicke verspricht. Wir marschierten von Norden nach Süden einmal über die Insel,bergauf und bergab. Die Insel ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Am Abend wurde dann Cellys bisher jetzt gesunder Magen entjungfert. Auch ihn hatte es nun in der Magen-und Darm- Gegend erwischt. So viel dazu,dass es hier mind. einmal jeden umhaut.Daher ging es leicht lediert am nächsten Tag weiter nach Cusco (Peru).
Hätte die Zeit nicht gedrängt, wären wir gerne noch länger in Bolivien geblieben,denn es ist ein so buntes,vielseitiges Land,was viele Abenteuer und Seiten verspricht. Die Menschen haben wir als eher zurückhaltend und schüchtern empfunden. Einige mit einem weichen Kern,andere aber auch gleichgültig oder sehr direkt,wenn ihnen was nicht passt.
Adios Bolivia y bienvenidos Peru. Machu Picchu,wir kommen! Aber nun sagen wir erstmal Tschüss, adios, hasta luego y Felices Pascuas (schöne Ostern) ihr Lieben,denn wir brauchen eine Schreibpause und ihr eine Lesepause.
Besos und liebe Grüßels,
Celly & Kristin


















































































































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